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How To: Konvertieren von ArcInfo-Coverage-Daten mit ArcInfo Workstation in ein Shapefile

Zusammenfassung

Nachfolgend werden einige Besonderheiten beim Konvertieren von Feature-Classes für Regionen, Polygone, Kreisbögen, Knoten und Punkte in Shapefiles beschrieben.

Vorgehensweise

Ein ArcInfo-Coverage kann Features der folgenden Typen enthalten, die mit Ausnahme der Annotation in Shapefiles konvertiert werden können.

  • Regionen
  • Polygone
  • Kreisbögen (Linien)
  • Knoten
  • Punkte (jedoch nicht in demselben Coverage wie Polygone)
  • Annotation

Sehr nützlich ist es, wenn die ArcInfo Workstation-Hilfe installiert wurde. Um die Hilfe nach erfolgter Installation zu starten, geben Sie "help" (ohne die Anführungszeichen) in der Eingabeaufforderung "Arc:" ein. Wenn ein Microstation-Fehler gemeldet wird, liegt dies daran, dass die Workstation-Hilfe auf einem 64-Bit-System nicht ausgeführt werden kann. Microsoft hat einen Patch bereitgestellt, der die Ausführung der Hilfe ermöglicht. Klicken Sie auf den Link, um den Patch zu installieren.

Um in das Verzeichnis zu wechseln, in dem die Coverages gespeichert sind, müssen Sie statt CD den Befehl "WORKSPACE" verwenden. CD ist ein DOS-Befehl, dies ist aber kein DOS-Programm. Der Befehl "WORKSPACE" kann abgekürzt werden, indem der Buchstabe "W" als Kleinbuchstabe ohne Anführungszeichen verwendet wird.

Da bei ArcInfo Workstation-Befehlen die Groß-/Kleinschreibung nicht berücksichtigt wird, sollte jede Eingabe in der Befehlszeile in Kleinbuchstaben erfolgen. Hier wurden Großbuchstaben verwendet, um die Namen der Befehle gegenüber dem Rest des Textes hervorzuheben.

Um ein Feature eines bestimmten Typs in ein Shapefile zu konvertieren, verwenden Sie den Befehl "ARCSHAPE". Der Befehl wird an der Eingabeaufforderung "Arc:" eingegeben. Die Syntax lautet wie folgt:

Arc: arcshape    {DEFAULT|DEFINE}
  • Die spitzen Klammern <> sind erforderliche Argumente. Die geschweiften Klammern {} werden für optionale Argumente verwendet.
  • Für den Coverage-Namen ist keine Erweiterung verfügbar.
  • Als "in_feature_class" wird "region." ODER "polygon" ODER "arc" ODER "node" ODER "point" verwendet.
  • Der Name des Ausgabe-Shapefile enthält die Erweiterung ".shp".

Die Feature-Class, die in ein Shapefile exportiert werden soll, muss zuerst mit dem Befehl "BUILD" erstellt werden. Andernfalls funktioniert der Export nicht. Der Befehl "BUILD" wird wie folgt beschrieben:

Vorsicht:
Feldnamen in einem Shapefile können nur 10 Zeichen lang sein, die Feldnamen in einem Coverage können aber bis zu 13 Zeichen lang sein.  Wenn bei mehreren Attributen die ersten 10 Zeichen des Namens identisch sind, wird das zweite Feld entfernt.  Wenn die Daten eines Feldes, in dem die ersten 10 Zeichen des Namens mit dem Namen eines anderen Feldes identisch sind, benötigt werden, dann wird die Option "DEFINE" im Befehl "ARCSHAPE" verwendet, um zu veranlassen, dass der 13 Zeichen lange Name in einen kürzeren Namen im exportierten Shapefile konvertiert wird.
Der Befehl "BUILD" wird auch in der Eingabeaufforderung "Arc:" ausgeführt. Die Syntax lautet wie folgt:
Arc: build  

Um mehrere Feature-Classes aus einem einzelnen Coverage in ein Shapefile zu exportieren, verwenden Sie die folgende Syntax, um mit dem Befehl "BUILD" mehrere Feature-Typen aus demselben Coverage gleichzeitig zu erstellen. Die Software erstellt alle drei Feature-Typen auf einmal, sodass BUILD nicht dreimal eingegeben werden muss. Dies ist lediglich ein Beispiel. Wenn Sie NUR EINEN Feature-Typ aus einem exportierten Coverage erstellen müssen, dann können Sie einfach BUILD für den gewünschten Feature-Typ verwenden.

Arc: build  (!arc node poly!)
In ArcInfo Workstation gibt es keine Option zum Exportieren von Daten in eine File-Geodatabase. Es gibt jedoch in ArcMap ein Dienstprogramm zum Anpassen: Das Werkzeug "Coverage-Annotation konvertieren", mit dem Annotationen aus einem Coverage oder einer CAD-Datei in eine Geodatabase exportiert werden können. Die Annotation-Feature-Class muss bereits in der Geodatabase vorhanden sein.