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Tipps und Tricks für die Datenkonvertierung mit Data Interoperability

Zusammenfassung

Es gibt zwei Standardmethoden zum Konvertieren von Daten aus einem Format in ein anderes mit der Erweiterung "Data Interoperability". Dazu gehören:

  • "Quick Import"/"Quick Export" in "ArcToolbox" > Toolbox "Data Interoperability"
  • Erstellen eines Spatial ETL-Werkzeugs in einer neuen Toolbox, um den Konvertierungsprozess zu definieren und anzupassen

Beide Methoden sind für die Datenkonvertierung sehr gut geeignet, allerdings werden bei Verwendung der Werkzeuge "Quick Import" und "Quick Export" keine Attribute beibehalten, und die Erstellung eines Spatial ETL-Werkzeugs, um den Konvertierungsprozess zu steuern und sicherzustellen, dass die Attribute beibehalten werden, kann viel Zeit in Anspruch nehmen.

Es gibt noch eine dritte Methode für den Zugriff auf Daten über "Data Interoperability" und die Konvertierung dieser Daten in ein anderes Format. Die nachfolgend beschriebene Methode ist schnell und einfach durchzuführen, und die Attribute in den Eingabedaten werden beibehalten.

Besonders wichtig ist diese Methode bei Dateiformaten wie Inspire GML oder IFC CAD. Bei diesen Dateiformaten werden alle im Datenformat enthaltenen verfügbaren Feature-Typen angezeigt, selbst wenn die entsprechenden Layer in dem Dataset, auf das im aktuellen Prozess zugegriffen wird, leer sind.

Vorgehensweise

  1. Erstellen Sie in ArcCatalog eine Interoperabilitätsverbindung zu den Daten. Die Interoperabilitätsverbindung bietet eine Ansicht der Daten, kann aber auch in einem Konvertierungsprozess verwendet werden. Führen Sie in der ArcCatalog-Strukturansicht einen Bildlauf nach unten bis zum Ende der Anzeige durch, öffnen Sie das Dialogfeld Interoperabilitätsverbindungen, und fügen Sie eine Interoperabilitätsverbindung zum gewünschten Datenformat und dem gewünschten Datenspeicherort hinzu.
  2. Stellen Sie nach der Erstellung der Verbindung zu den Daten sicher, dass die Daten im Vorschaufenster des Katalogs angezeigt werden. Vergewissern Sie sich auch, dass alle mit den Daten verknüpften Attribute ebenfalls in der Tabellensicht des Katalogs angezeigt werden. Klicken Sie auf das Dropdown-Menü unten auf der Registerkarte "Vorschau", um von der Geometrie zur Tabellensicht zu wechseln.
  3. Nachdem Sie sich vergewissert haben, dass die Daten wie erwartet angezeigt werden, schließen Sie das ArcCatalog-Fenster.
  4. Öffnen Sie ArcMap mit einer neuen, leeren Karte, und öffnen Sie das ArcCatalog-Fenster an der Seite von ArcMap – nicht das ursprüngliche Fenster "Katalog". Aktualisieren Sie die Interoperabilitätsverbindung, die im unteren Teil angezeigt wird.
  5. Klicken Sie in ArcMap auf die Schaltfläche Daten hinzufügen, führen Sie in der Dropdown-Liste Suchen in einen Bildlauf nach unten durch, öffnen Sie die Interoperabilitätsverbindung, öffnen Sie die Verbindung zu den Daten, und fügen Sie die Daten der Karte hinzu. Sie können Daten auch aus dem Katalog auf die Karte ziehen und dort ablegen, aber wenn Sie über das Dialogfeld "Daten hinzufügen" auf die Daten zugreifen, hat das den Vorteil, dass Sie leere Layer herausfiltern können, die bei bestimmten Datentypen ein Problem darstellen.
  6. Wenn der gewünschte Daten-Layer in ArcMap gezeichnet worden ist, klicken Sie im Inhaltsverzeichnis von ArcMap mit der rechten Maustaste auf den Namen des Layers, wählen Sie Daten > Daten exportieren aus, und exportieren Sie die Daten im gewünschten Format. Bei diesem Prozess werden zugehörige Attribute an die Ausgabedatei angefügt, sofern im Ausgabedatenformat eine Attributtabelle vorhanden ist.