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Problem: Durch das Zusammenführen von Rastern, die von einer internationalen Datumsgrenze geschnitten werden, entsteht eine Lücke

Beschreibung

Wenn von der internationalen Datumsgrenze (International Date Line, IDL) geschnittene Raster in einem geographischen Koordinatensystem zusammengeführt werden, wird ein Ausgabe-Raster mit einer Lücke erzeugt. In der folgenden Abbildung wird ein Beispiel hierfür dargestellt:

An image of a merged raster with the International Date Line splitting the raster

Ursache

Wenn in ArcMap Raster-Daten in einem geographischen Koordinatensystem angezeigt werden, entsteht an der internationalen Datumsgrenze eine Unterbrechung. Das Identifizieren und Behandeln von Rastern, die die internationale Datumsgrenze überschneiden, kann sich auf zusammengeführte Raster auswirken. Weitere Informationen zu den Auswirkungen auf Daten, die von der internationalen Datumsgrenze geschnitten werden, finden Sie im folgenden Dokument: Was geschieht mit Features bei +/-180 (Datumsgrenze)?

Lösung oder Problemumgehung

In den folgenden Anweisungen wird beschrieben, wie Sie Raster, die von der internationalen Datumsgrenze geschnitten werden, zusammenführen, ohne eine Lücke im Ausgabe-Raster zu erzeugen.

  1. Projizieren Sie mit dem Werkzeug Raster projizieren die Raster auf ein projiziertes Koordinatensystem. Navigieren Sie im Fenster Katalog zu Data Management Tools > Projektionen und Transformationen> Raster > Raster projizieren. Wiederholen Sie diesen Schritt für alle Raster.
    1. Navigieren Sie unter Eingabe-Raster zu dem Raster, das projiziert werden soll.
    2. Legen Sie unter Ausgabe-Raster-Dataset einen Namen und eine Position für das projizierte Raster fest.
    3. Wählen Sie unter Ausgabe-Koordinatensystem ein projiziertes Koordinatensystem für das Raster aus.
      An image of the Project Raster dialog box.
    4. Klicken Sie auf OK. Das projizierte Raster wird der Karte hinzugefügt.
  2. Erstellen Sie ein Mosaik-Dataset in einer File-Geodatabase. Fügen Sie diesem Dataset die projizierten Raster hinzu. Informationen zu diesen Schritten finden Sie im Artikel Grundlagen des Erstellens eines Mosaik-Datasets.

    Wählen Sie den Parameter für Koordinatensystem aus, der beim Erstellen des Mosaik-Datasets für die projizierten Raster verwendet wurde.
    An image of the Create Mosaic Dataset dialog box. 
    In der folgenden Abbildung sind die Raster dargestellt, die dem Mosaik-Dataset hinzugefügt wurden:
    An image of the rasters added to the created mosaic dataset.
  3. Verwenden Sie das Werkzeug Statistiken berechnen, um die Raster-Daten ordnungsgemäß für die Anzeige zu strecken und zu symbolisieren. Klicken Sie im Fenster Katalog mit der rechten Maustaste auf das Mosaik-Dataset, und klicken Sie auf Verstärken > Statistiken berechnen, um das Dialogfeld Statistiken berechnen zu öffnen.
    1. Navigieren Sie unter Eingabe-Raster-Dataset zu dem Mosaik-Dataset, in dem die projizierten Raster gespeichert sind.
      An image of the Calculate Statistics dialog box.
    2. Übernehmen Sie für die anderen Parameter im Dialogfeld Statistiken berechnen die Standardeinstellungen. Klicken Sie auf OK.
  4. Verwenden Sie die Werkzeuge Übersichten definieren und Übersichten erstellen, um Übersichten des Mosaik-Datasets zu definieren und zu erstellen.
    1. Klicken Sie im Fenster Katalog mit der rechten Maustaste auf das Mosaik-Dataset, das die Raster-Datasets enthält, und klicken Sie auf Optimieren> Übersichten definieren.
    2. Übernehmen Sie für die anderen Parameter im Dialogfeld Übersichten definieren die Standardeinstellungen. Klicken Sie auf OK.
    3. Klicken Sie im Fenster Katalog mit der rechten Maustaste auf das Mosaik-Dataset, das die Raster-Datasets enthält, und klicken Sie auf Optimieren > Übersichten erstellen.
    4. Übernehmen Sie für die anderen Parameter im Dialogfeld Übersichten erstellen die Standardeinstellungen. Klicken Sie auf OK.
    In der folgenden Abbildung ist ein ordnungsgemäß gestrecktes Raster-Dataset mit den Standardeinstellungen für Mosaik-Datasets dargestellt:

    An image of the mosaic dataset with defined and built overviews.
  1. Dieser Schritt ist optional. Damit die Raster-Dataset-Höhen besser dargestellt werden, fügen Sie dem Mosaik-Dataset im Fenster Bildanalyse die Funktion "Schummerung" hinzu. Überspringen Sie diesen Schritt, und fahren Sie mit Schritt 6 fort, um das Ausgabe-Raster-Dataset von Schritt 4 ohne die Funktion "Schummerung" in ein gewünschtes Raster-Format zu exportieren.
    1. Klicken Sie auf Fenster > Bildanalyse.
    2. Klicken Sie im Fenster Bildanalyse auf Funktion hinzufügen Add Function icon.
    3. Klicken Sie im Dialogfeld Funktionsvorlagen-Editor mit der rechten Maustaste auf das Mosaik-Dataset, und klicken Sie auf Funktion einfügen > Funktion "Schummerung".
      An image of the Function Template Editor dialog box and the Hillshade Function option.
    4. Übernehmen Sie für die anderen Parameter im Dialogfeld Eigenschaften der Raster-Funktion die Standardeinstellungen, und klicken Sie auf OK.
    5. Klicken Sie auf OK, um das Dialogfeld Funktionsvorlagen-Editor zu schließen.

      In der folgenden Abbildung wird das geschummerte Raster-Dataset dargestellt:
      An image of the hillshaded raster dataset.
  2. Exportieren Sie das Raster-Dataset mit der Schaltfläche Exportieren im Fenster Bildanalyse in ein gewünschtes Dateiformat. Informationen zu diesen Schritten finden Sie im Thema Verwenden der Schaltfläche "Exportieren" im Fenster "Bildanalyse".

Referenzinformationen