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Problem: Performance-Probleme mit ArcGIS for Desktop 10.x

Beschreibung

Es gibt verschiedene Situationen, in denen die Performance von ArcGIS for Desktop-Anwendungen beeinträchtigt ist, beispielsweise beim Starten von ArcMap oder ArcCatalog, beim Öffnen eines neuen Kartendokuments, beim Initialisieren von ArcPy-Skripten und beim Exportieren von Karten in PDF-Dateien.

Ursache

Ausschlaggebend für die Performance eines Computers sind dessen Hardware- und Softwarespezifikationen. Wenn Ihre Hardwareanforderungen basierend auf der aktuellen Softwareauslastung für eine hohe Performance ausreichen, gibt es verschiedene andere Faktoren, die die Systemressourcen des Computers nutzen und Performance-Probleme verursachen.

Das Performance-Problem kann daher eine der folgenden Ursache haben:

• Zahlreiche Anwendungen werden im Hintergrund oder beim Starten ausgeführt, z. B. Symantec AntiVirus, Citrix, Google Chrome usw.
• Verschiedene Einstellungen sind in ArcMap konfiguriert.
• Die Home-Verzeichnisse der Benutzer werden in Citrix umgeleitet.
• Auf dem Computer ist Schadsoftware vorhanden.
• Die Energieeinstellungen des Windows-Systems oder des Computers sind ungeeignet.

Lösung oder Problemumgehung

Mit den folgenden Vorschlägen können Sie die Performance von ArcGIS for Desktop und des Computers optimieren.

A. Verbessern der Performance von ArcGIS for Desktop

• Wenn ArcGIS for Desktop in einer Citrix XenApp-Umgebung ausgeführt wird, deaktivieren Sie die Ordnerumleitungen auf Windows Server Terminal Server-Ebene, damit die Home-Verzeichnisse der Benutzer nicht umgeleitet werden.

• Erstellen Sie auf einer möglichst niedrigen Ebene Netzwerk-Verbindungen auf Verzeichnisse, welche Daten enthalten.

Prüfen Sie, ob Ihr Computer ArcGIS ausführen kann.

• Löschen Sie den Anzeige-Cache. Der Anzeige-Cache ermöglicht das Schwenken und Zoomen in der vorhandenen Karte. Wird der Cache allerdings von einer Karte bis zur nächsten beibehalten, führt dies zu großen Performance-Einbußen. Klicken Sie in ArcMap auf "Anpassen > ArcMap-Optionen". Klicken Sie auf der Registerkarte "Anzeige-Cache" auf "Cache löschen".

Hinweis:
ArcMap ist so programmiert, dass die Gültigkeit aller Ordnerverbindungen in den Pfaden der jeweiligen Verbindung überprüft wird. Beispiel: Wenn sich die gewünschten Daten in der Verzeichnisstruktur des Netzwerks im sechsten Unterordner befinden, werden mit dem Dialogfeld "Daten hinzufügen" alle sechs Ordner überprüft, bevor das Verzeichnis mit den Daten aufgerufen wird, die der Benutzer der Karte hinzufügen möchte.

• Löschen Sie den Geoverarbeitungsverlauf, indem Sie zu "Geoverarbeitung > Geoverarbeitungsoptionen" navigieren und unter "Ergebnisverwaltung" die Einstellung in "Niemals speichern" oder "Ergebnisse sollten nicht älter sein als 1 Tag" ändern.

Hinweis:
Wenn viele Geoverarbeitungsvorgänge in ArcMap ausgeführt werden, hat die Prüfung des Verlaufs dieser Vorgänge für einen Zeitraum von zwei Wochen einen erheblichen Einfluss auf die Performance.

• Minimieren Sie die Anzahl von Netzwerkverbindungen mit dem Server, die in einem ArcMap-Dokument gespeichert werden. Große Performance-Einbußen treten auf, wenn ein MXD viele Netzwerkverbindungen enthält.

• Legen Sie die Projektion des ArcMap-Datenrahmens möglichst immer auf das Koordinatensystem von Raster-Daten in der Karte fest.

Hinweis:
Wenn Raster-Bilddaten on-the-fly projiziert werden, wird die Performance beeinträchtigt. Vektordaten können viel schneller on-the-fly projiziert werden.

Informationen finden Sie im folgenden Knowledge-Base-Artikel: How To: Verbessern der Performance bei der Arbeit in ArcMap und ArcCatalog.

B. Verbessern der Windows-Performance

• Laden Sie die Anwendung Process Monitor herunter, installieren Sie sie, und führen Sie sie aus, wenn Sie ArcMap Daten hinzufügen möchten. Diese Anwendung zeichnet alle auf dem Computer ausgeführten Vorgänge sowie die Dauer der Ausführung auf. Die erstellten PML-Dateien enthalten zahlreiche Einträge, da die Zeiten von Ereignissen auf die Millionstelsekunde genau aufgezeichnet werden. Durch die Analyse der Ausgabe können die Benutzer bestimmen, welche Anwendung auf dem Computer die Performance von ArcGIS for Desktop beeinträchtigt. Laden Sie die Anwendung von Windows Sysinternals herunter, und installieren Sie sie.

• Laden Sie das Werkzeug IOzone von IZone Filesystem Benchmark herunter, und installieren Sie es. Es ist ein häufig eingesetztes Open-Source-Werkzeug für Dateisystem-Bezugswerte. Mit dem Werkzeug wird die System-Performance ausgewertet. Zudem ermöglicht es, den Zugriff auf Daten über das Netzwerk mit dem lokalen Zugriff zu vergleichen.

Hinweis:
Abhängig vom Zustand des Netzwerks kann die Ausführung dieses Werkzeugs viele Stunden dauern.

• Nehmen Sie einige Bereiche des Computers in eine Whitelist auf, um die wiederholte Prüfung auf Viren zu beschleunigen.

• Führen Sie regelmäßig zuerst die Datenträgerbereinigung und dann die Defragmentierung aus. Starten Sie anschließend den Computer neu.

Warnung:
Führen Sie die Defragmentierung nicht auf Solid-State-Laufwerken aus.

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