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Error: Metadatei kann nicht im Speicher zugeordnet werden. Nicht genügend Arbeitsspeicher

Fehlermeldung

Beim Exportieren oder Drucken einer großen Karte wird die folgende Fehlermeldung angezeigt.

"Metadatei kann nicht im Speicher zugeordnet werden. Nicht genügend Arbeitsspeicher"

Dadurch wird verhindert, dass die Ausgabedatei erstellt wird, und die Interim-EMF-Dateien (Windows Enhanced Metafile) werden gelöscht.

Ursache

Wenn ArcMap ein Format druckt oder exportiert, wird eine Reihe von EMF-Dateien von 100 MB erstellt. Windows versucht, genügend Arbeitsspeicher zuzuweisen, um jede EMF-Datei mit einer Größe von 100 MB lesen zu können. Wenn Sie keinen zusammenhängenden Speicherblock mit ausreichender Größe zuordnen können, gibt Windows einen EMF-Handle von NULL bzw. "0" zurück und ArcMap zeigt die Fehlermeldung an.

Der Arbeitsspeicher in Windows ist eine Kombination aus physischen RAM- und Auslagerungsdateien des Datenträgers. Arbeitsspeicher wird zugewiesen, wenn eine Anwendung gestartet wird, und freigegeben, wenn diese Anwendung heruntergefahren wurde. Die kontinuierliche Verwendung von Anwendungen verursacht eine Fragmentierung des Arbeitsspeichers und reduziert die Größe des größten kontinuierlichen Blocks. Befindet sich der Computer im Leerlauf, wenn beispielsweise keine Verarbeitung oder Mausbewegungen stattfinden, wird der Arbeitsspeicher langsam defragmentiert.

Eine Karte der Größe E mit Raster-Elementen, entweder Raster-Daten oder gerasterte Vektorobjekte wie etwa jene mit transparenten oder Bild-Füll- oder Bildmarker-Symbolen, können leicht temporäre Dateien mit einer Gesamtgröße von 2 bis 4 GB erreichen. Die Interim-EMF-Datei, die zum Speichern von 2 GB Zeichenbefehlen verwendet wird, wird als Kette aus zwanzig Dateien mit einer Größe von 100 MB auf dem Datenträger dargestellt.

Wird eine Karte mit diesem oder einem größeren Umfang erstellt, muss Windows kontinuierlichen (perfekt defragmentierten) Arbeitsspeicher von mindestens 100 MB finden. Andernfalls wird ein NULL-Handle zurückgegeben und der Fehler ausgelöst. Da jede Anwendung oder jeder Service, der auf dem Computer ausgeführt wird, Arbeitsspeicher defragmentieren kann, werden perfekte kontinuierliche 100 MB Speicherblöcke schon bei mäßiger Nutzung knapp. Die Beibehaltung von kontinuierlichem Arbeitsspeicher ist selbst auf Computern mit umfassender RAM-Größe (2048 MB und höher) und sehr großem Festplattenspeicher schwierig.

Lösung oder Problemumgehung

Es wird dringend empfohlen, ArcGIS Pro zum Drucken und Exportieren zu verwenden, insbesondere wenn Probleme auftreten, die durch die Einschränkungen der ArcMap-Anzeige-Engine verursacht werden. ArcGIS Pro unterliegt nicht den Einschränkungen der grafischen Geräteschnittstelle (Graphical Device Interface, GDI), die sich in ArcMap zeigen. Zum Beispiel wird Transparenz in ArcGIS Pro nativ unterstützt, wodurch die Rasterung von Layern verhindert wird. Zusätzlich unterstützt ArcGIS Pro Transparenz von Layout-Elementen.

Hinweis:
ArcGIS Pro unterstützt das Exportieren von Adobe Illustrator-Dateien nicht. Deshalb wird empfohlen, stattdessen als PDF oder SVG zu exportieren. Da ArcGIS Pro zudem die Windows GDI nicht verwendet, werden in ArcGIS Pro keine Ersatzschriftarten oder Alternativschriftarten verwendet. Wenn Zeichen, die durch die gewählte Schriftart nicht unterstützt werden, verwendet werden, können an ihrer Stelle Kästchen angezeigt werden.
Wenn die Verwendung von ArcGIS Pro keine Option ist, lösen Sie dieses Problem mithilfe eines der folgenden Workarounds.
  • Ändern Sie die Einstellung für die zulässige Ausgabengröße in der Registry, um kleinere temporäre Zeichendateien im EMF-Format zu erstellen.
    Hilfe zur Änderung der temporären Metadatei finden Sie unter: How To: Ändern der Größeneinstellung temporärer Metadateien zum Optimieren der Speicherverwendung für die Darstellungszeit
  • Vereinfachen und generalisieren Sie die Kartendaten. Reduzieren Sie die Verwendung von Raster-Daten. Verwenden Sie die Werkzeuge zum Ausschneiden in ArcToolbox, um neue Daten zu erstellen, die auf die für das Layout erforderlichen Daten fokussiert sind.
  • Reduzieren Sie die Anzeigequalität aller Raster-Layer.
    1. Klicken Sie im Inhaltsverzeichnis mit der rechten Maustaste auf den Raster-Layer, und wählen Sie Eigenschaften aus.
    2. Wählen Sie im Dialogfeld Layer-Eigenschaften die Registerkarte Anzeige aus.
    3. Stellen Sie die Anzeigequalität im Schieberegler Anzeigequalität auf einen geringeren Wert als Normal ein.
    4. Klicken Sie auf OK.
    [O-Image] Raster Display Quality
  • Erhöhen Sie den virtuellen Speicher auf den vom Windows-Betriebssystem verwendbaren Maximalwert.
    Hilfe zur Änderung der Einstellungen des virtuellen Speichers finden Sie unter: How To: Ändern der Einstellungen für den virtuellen Speicher des Betriebssystems.
  • Starten Sie den Computer neu, ohne andere Anwendungen auszuführen, und öffnen und exportieren Sie daraufhin das MXD-Dokument. Durch das Neustarten werden Speicherzuordnungen freigegeben und damit das erfolgreiche Exportieren oder Drucken der Karte möglicherweise vereinfacht.
  • Beenden Sie die Verwendung hochgradig komprimierter Raster-Formate, z. B. MrSID oder ECW, die während des Ausgabeprozesses vollständig unkomprimiert sein müssen und Computerressourcen, einschließlich der Auslagerungsdatei, stark beanspruchen können. Weitere Informationen erhalten Sie über den entsprechenden Link im Abschnitt "Zugehörige Informationen" weiter unten.
  • Entfernen Sie Layer, die mit Transparenz oder Bild-Markersymbolen dargestellt werden, aus den aktivierten und aktuell angezeigten Gruppen-Layern.
  • Entfernen Sie Transparenzen, Bild-Füllsymbole und Bild-Markersymbole aus der Karte. Dadurch wird die Menge der Raster-Daten in der Ausgabe reduziert.
    Problem: Druck oder Export von Karten blockförmig, stückig, von geringer Qualität oder mit Raster-Band in ArcMap

Referenzinformationen